Main-Echo Wirtschaftstipp 25/2020: Wirecard in Nachhaltigkeitsfonds?

Wirecard hat in der letzten Woche Geschichte geschrieben: Als erster DAX-Konzern hat das Unternehmen am 25. Juni einen Insolvenzantrag gestellt. Wirecard kommt ursprünglich aus dem Porno- und Schmuddelbereich und auch die Geschäftsberichte und Bilanzen sind mutmaßlich nicht ganz sauber. Doch davon wollen Wirtschaftsprüfer und Finanzaufsicht nichts gewusst haben. Dabei hat die Financial Times bereits in immerhin 40 (!) Berichten seit Jahren auf Ungereimtheiten hingewiesen. 
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass Unternehmen wie Wirecard nichts in einem Nachhaltigkeitsfonds zu suchen haben. Doch wir wollten es genau wissen: Aus einer repräsentativen Auswahl von rund 10 Prozent aller deutschen Nachhaltigkeitsfonds haben wir jede einzelne Aktie unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht: In keinem ernsthaften, aus Leidenschaft betriebenen Fonds, waren Wirecard-Aktie im Portfolio enthalten. Bei den Trittbrettfahrern, die erst in den letzten Jahren das Greenwashing für sich entdeckt haben, sah das allerdings anders aus: Mehr als 12 Prozent hatten den vermeintlichen High-Flyer Wirecard an Bord!

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 04.07.2020

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