4 Tipps um bei der Geldanlage Steuern zu sparen

Der Staat ist für mich ein riesiger Geldautomat. Hinten wird Geld eingelegt in den Automaten. Das tun wir alle – denn wir zahlen Steuern, Abgaben, Gebühren, usw. Vorne stehen wir auch alle und heben Geld ab. Aber während man selbst z.B. 80 € ausgezahlt bekommt, sieht man den Nebenmann 900 € heraus holen. Wie kann das sein?

Nun, nicht jeder kennt alle Möglichkeiten zum Steuern sparen und Förderungen nutzen. Frei nach H. Schmidt: Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, der hat auch das Recht, Steuern zu sparen. Und das geht natürlich auch mit nachhaltigen Geldanlagen.

Auch in grün Bürgerpflicht: Steuern zahlen und Steuern sparen

Aber Achtung: nur um Steuern zu sparen, sollte niemand einen bestimmte Geldanlage wählen. Sie muss in allen Eigenschaften passen – Laufzeit, Auszahlungsform, Verfügbarkeit, etc.

Unser Referenz-Anleger: 100.000 € Kapitalanlage, Bankzins 3%, 30-jähriger, der bis 67 arbeitet, und 100 € monatlich spart. Er spart mit Dynamik von 3% und hat ein Brutto-Einkommen von 50.000 €, das sich ebenfalls mit 3% jährlich entwickelt.

Hier nun unsere Liste von Steuer-Spar- und Förder-Möglichkeiten bei der Geldanlage.

1. Riestern: Vorteil 20.934 €

Riester-Verträge sind teuer und zwingend als Rente – außer 30% Kapitalauszahlung auf Wunsch – auszuzahlen. Rein finanziell sind sie aber meist emfpehlenswert – der Staat zahlt direkte Förderung in den Vertrag und die eigenen Beiträge wirken sich unter Umständen steuermindernd aus.

Durch die Beitragsgarantie kann der Sparer außerdem nur gewinnen: denn zu seinen eingezahlten Beiträgen erhält er mindestens die staatlichen Förderungen / Steuerersparnisse obendrauf. Damit ist eine Rendite von meist einigen Prozentpunkten automatisch garantiert.

Das Ergebnis für unseren Refernz-Anleger:

Kapital zu Rentenbeginn mit 67: 93.548 €

Selbst eingezahlt: 24.666 €

Steuervorteil: 17.584 €

Zulagen: 3.350 €

Zinsen: 47.948 €

2. Basisrenten: Vorteil 24.007 €

 

Bei der Basisrente können bis zu 40.000 € im Jahr (Verheiratete) eingezahlt und steuerlich geltend gemacht werden. Zwar können davon aktuell nur 72% (also 28.800 €) in 2011 angesetzt werden, aber diese Prozentzahl steigt jährlich, bis im Jahre 2025 100% erreicht werden. Andere Altersvorsorge-Aufwendungen (z.B. GRV, RV vor 2005, etc.) werden ebenfalls abgezogen – trotzdem, eine in vielen Fällen lohnende Möglichkeit zum Steuersparen. Für Selbstständige und Beamte fast immer lohnen, aber auch für Angestellte und Arbeiter meist interessant.

Das Ergebnis für den Referenz-Anleger:

Kapital zu Rentenbeginn mit 67: 157.546 €

Selbst eingezahlt: 55.402 €

Steuervorteil: 24.007 €

Zinsen: 78.137

3. Private Rentenversicherungen: Vorteil 17.640 €

Die private Rentenversicherung wird vom Staat ebenfalls bevorzugt behandelt. Statt kontinuierlicher, jährlicher Belastung durch die Abgeltungssteuer kann die komplette Ansparphase ohne Steuerzahlungen gestaltet werden – die Zinseszinsen können sich voll entwickeln. In der Rentenphase gilt die Ertragsanteilsbesteuerung: statt Abgeltungssteuer fällt nur eine meist deutlich geringer steuerliche Belastung an.

Das Ergebnis

Bei Sparplan mit Fonds: monatliche Rente von 606 €

Bei Sparplan mit Rentenversicherung: monatliche Rente von 655 €

Bei einer Rentendauer von 30 Jahren ergibt sich ohne Verzinsung ein Vorteil von 17.640 €.

4. Steuerstundung durch geschlossene Fonds: 12.514 €

 

Wer die oben genannten 100.000 € herkömmlich anlegt, zahlt jährlich auf die Zinsen seine Steuern. Anders bei vielen geschlossenen Fonds – dort werden formell in den ersten Jahren die Einlagen zurück gezahlt. Darauf fallen keine Steuern an. Erst wenn diese zurück gezahlt sind. ist oftmals erst eine steuerpflichtige Einnahme vorhanden. Der Solarfonds SunAsset 3 beispielsweise ist auf 8 Jahr angelegt. Er zahlt in den ersten 5 Jahren 7% aus, dann 2 Jahre 8%, dann ca. 120% (inkl. eingesetztes Kapital). Alle Auszahlungen bis auf die ca. 120% sind steuerfrei – nur von der Schlussauszahlung sind 65% steuerpflichtig.

Die Steuerersparnisse jährlich angelegt und zu 3 % verzinst ergeben am Ende eine Summe von 12.514 €.

Über den Autor

Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

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