Das neue Wirtschaftswunder: Initiative gestartet

Für die Umwelt ist die Coronakrise zunächst super, denn die Verschmutzung der Luft und auch die CO2 Emissionen haben deutlich abgenommen. Das Bundesumwelt meint sogar, dass die 2020 Klimaschutzziele (20% Reduktion gegenüber 1990) erreicht werden.

Die Coronakrise zeigt unser Dilemma: Das ganze geschäftliche Treiben, das Reisen und die industrielle Produktion sorgen dafür, dass unser Wohlstand so groß ist wie noch nie. Aber für die Natur sind sie eine Katastrophe und der Coronavirus begrent sie und zeigt uns auf, wie unser Leben wohl wäre, wenn wir durch einfache Reduktion die Klimaziele erreichen wollen würden.

Die Alternative wären das mutige Ergreifen von Schritten zur Nutzung technologischer Alternativen, also zum Beispiel den Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, Fahrzeuge mit Wasserstoff betreiben oder CO2 mit Aufforstungen langfristig binden.

Initiative Neues Wirtschaftswunder

Der Klimawandel ist viele Male schlimmer als das Virus. Alleine durch verschmutzte Luft sterben in Deutschland jährlich 70.000 Menschen (https://hans-josef-fell.de/coronakrise-bundesregierung-versagt-bei-ganzheitlicher-gesundheitspolitik) .

Aber im Fokus der Menschen stehen immer die kurzfristigen Probleme und wer Angst hat, in einem überfüllten Krankenhaus zu sterben, weil kein Intensivbett frei ist, kümmert sich kaum um das Klimawandelproblem in 20 Jahren.

Hier setzt die Initiative „Neues Wirtschaftswunder“ an und möchte die Politik daran erinnern, dass die langfristigen Herausforderungen auch jetzt berücksichtigt werden.

Sie wurde in der Folge des unter Schirmherrschaft von Kanzleramtsminister Helge Braun initiierten und am 20. bis 22. März durchgeführten Hackathon #WirVsVirus am 2. April 2020 gegründet.

Ihre Hauptforderung ist, dass die Exit-Strategie aus den Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in eine grundlegende Neuordnung der Wirtschaft münden müsse.

Offener Brief an Bundeskanzlerin und Parlament

In einem offenen Brief vom 21. April 2020 fordert die Initiative von der politischen Führung unseres Landes 7 Kernpunkte:

  1. Drastische Reduzierung der Treibhausgasemissionen: Einhaltung des 1,5 °C-Ziels 
  2. Einführung alternativer Zielindikatoren zur Wohlstandsmessung anstelle des BIP
  3. Klimafreundliche Staatsfinanzen
  4. Öffentliche Infrastrukturausgaben primär in öffentliche & nachhaltige Projekte
  5. Klima-, Sozial- und Gemeinwohlkriterien als Voraussetzung für die Vergabe von Subventionen, Transfers und Kreditvergabe an die Privatwirtschaft
  6. Übergeordnete Stellung sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleichs
  7. Aufbau eines 100% erneuerbaren Energiesystems

Wer steckt dahinter und wer unterstützt?

Es handelt sich grundsätzlich um eine private Initiative mit ungefähr einem halben Dutzend Teammitgliedern. Erstunterzeichner des Briefes sind:

Deutscher Naturschutzring, Bundesvereinigung Nachhaltigkeit, Parents 4 Future, D2030, German Zero, Generationen Stiftung, Energy Watch Group, myclimate, economists for future, GLS Bank, Triodos Bank, forum Nachhaltig Wirtschaften, innovationsmanufaktur, Handwerk mit Verantwortung, Social Impact, Unternehmensgrün, Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management, Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland.

Auch die Grünes Geld GmbH unterstützt den offenen Brief

Auch wir als Grünes Geld GmbH unterstützen den offenen Brief an die Bundeskanzlerin, die Bundesministerinnen und Bundesminister,
die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Über den Autor

Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

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