Ökoworld stellt zwei Fonds neu auf – was Anleger jetzt wissen sollten

Der nachhaltige Fondsanbieter Ökoworld AG hat zwei bestehende Fonds grundlegend überarbeitet und strategisch neu positioniert. Neben neuen Namen wurden auch die Anlagekonzepte angepasst, um aktuelle Markttrends und Zukunftsthemen stärker zu berücksichtigen.

Für Anleger ist das besonders relevant, da sich dadurch Chancen, aber auch die Ausrichtung bestehender Investments verändern können.


Aus Rock’n’Roll wird ein ausgewogener Mischfonds

Der bisherige „Rock’n’Roll“-Fonds tritt künftig unter dem Namen Ökoworld Smart Portfolio 70 auf. Inhaltlich entwickelt er sich zu einem breit diversifizierten Mischfonds.

Der Fokus liegt nun auf:

  • einem hohen Aktienanteil nachhaltiger Unternehmen (rund zwei Drittel),
  • ergänzt um nachhaltige Anleihen, insbesondere Green Bonds,
  • sowie weiteren Instrumenten zur Stabilisierung und zum Inflationsschutz.

Damit richtet sich der Fonds stärker an Anleger, die eine ausgewogene Kombination aus Wachstum und Risikosteuerung suchen – weiterhin unter strengen nachhaltigen Kriterien.

Positiv: Gleichzeitig wurden die laufenden Kosten spürbar reduziert.


Neuer Fokus auf Transformation und Dekarbonisierung

Auch der bisherige Wasserfonds wurde neu konzipiert. Aus „Water for Life“ wird der Ökoworld Global Transition.

Der neue Ansatz geht über klassische Umwelt- oder Themenfonds hinaus. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, die aktiv den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft vorantreiben, zum Beispiel durch:

  • Reduktion von CO₂-Emissionen
  • Ausbau energieeffizienter Prozesse
  • Umstellung oder Abspaltung emissionsintensiver Geschäftsbereiche

Der Fonds investiert also gezielt in „Transformationsgewinner“ – also Unternehmen, die sich im Wandel befinden und davon wirtschaftlich profitieren können.


Einordnung: Strategischer Schritt mit klarer Stoßrichtung

Beide Fonds bleiben als nachhaltige Artikel-9-Produkte klassifiziert und verfolgen weiterhin ein klar definiertes Nachhaltigkeitsziel. Gleichzeitig zeigt die Neuausrichtung einen Trend, der aktuell den gesamten Markt prägt:

👉 Weg von reinen „Best-in-Class“-Ansätzen
👉 Hin zu aktiven Transformationsstrategien

Zusätzlich setzt Ökoworld verstärkt auf moderne, datenbasierte Prozesse im Portfoliomanagement, um Risiken und Chancen noch gezielter zu steuern.


Was bedeutet das für unsere Anleger?

Für Investoren in unseren Strategien – insbesondere im Grünes Geld Musterportfolio Wasser sowie im Spar-morgen-Plan – kann diese Umstellung Auswirkungen haben.

Denn:

  • Die ursprüngliche thematische Ausrichtung (z. B. Wasser) verändert sich deutlich
  • Das Chancen-Risiko-Profil kann sich verschieben
  • Die Rolle des Fonds innerhalb eines Portfolios ist neu zu bewerten

👉 Unser Hinweis:
Wenn Sie in eine unserer Strategien investiert sind und unsicher sind, welche Auswirkungen die Änderungen konkret für Sie haben, sprechen Sie uns gerne an.

Wir prüfen gemeinsam:

  • ob der Fonds weiterhin zu Ihrer Strategie passt
  • oder ob eine Anpassung sinnvoll sein könnte

Fazit

Die Neupositionierung zeigt, wie dynamisch sich nachhaltige Geldanlage weiterentwickelt. Themen wie Dekarbonisierung und Transformation rücken zunehmend in den Mittelpunkt – mit entsprechend neuen Investmentansätzen.

Für Anleger bedeutet das vor allem eines:
Regelmäßige Überprüfung der eigenen Investments wird immer wichtiger.


Über die Autorin

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.