Die Energiewende senkt die Strompreise – leider nicht für jeden

Nach dem Tiefpunkt der Strompreise an der Strombörse in Leipzig im Februar 2016 haben sich die Preise ungefähr verdoppelt. Und das, obwohl immer mehr günstiger Strom durch die Erneuerbaren Energien eingespiest wird. Hintergrund sind viel mehr die allgemein steigenden Energiekosten weltweit, die auch die Stromkosten in Deutschland nach oben treiben.

Strompreise an der Börse: Tiefpunkt Februar 2016, seit dem steigen die Energiepreise (Grafik: finanzen.net, EEX Strom Phelix Baseload Year Future Chart in Euro)

Aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen auf, dass 2017 bereits 36,2 Prozent des deutschen Stroms aus Erneuerbaren Energien kommen. Die Wärmegewinnung stagniert bei Erneuerbaren Energien mit 12,9 Prozent ebenso wie der Verkehr mit verschwindend geringen 5,2 Prozent.

Da die Grünstromanlagen ohne den Einsatz von immer teuerer werdenden Rohstoffen wie Kohle oder Gas auskommen, können diese Anlagen besonders günstig arbeiten.

Somit wird der Strom durch die Erneuerbaren Energien günstiger für Großverbraucher, die sich direkt über die Strombörse eindecken, während der Normalverbraucher und kleinere Unternehmen mehr für Strom zahlen müssen.

Die Kluft zwischen den EEG Tarifen für die verschiedenen Energieformen, den die Netzbetreiber den Produzenten von Ökostrom zahlen und dem Preis den sie statt dessen an der Börse zahlen müssten wird immer größer, je stärker die Preise an der EEX in Leipzig fallen.

Das EEG verpflichtet die Netzbetreiber zur Abnahme von Ökostrom und über die EEG Umlage, die der normale Stromverbraucher über seine Stromrechnung zahlt. Die EEG Umlage gleicht die Differenz zwischen Börsenpreis und Einspeisevergütung aus. Der Anstieg der EEG Umlage von 0,41 Cent/kWh im Jahr 2003 auf über das 15-fache auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde sorgt für Verdruss.

Für einen durchschnittlichen Haushalt beträgt dieser Förderbetrag inzwischen rund 220€ pro Jahr. Große Stromverbraucher sind auch weiterhin, wie bereits in der Vergangenheit, weitestgehend von der EEG-Umlage befreit. Die Energiewende rechnet sich für diese also gleich doppelt.

Herkömmliche Kraftwerke tragen mit ihrer mangelnden Flexibilität zum Anstieg der EEG-Umlage bei, denn sie produzieren oftmals weiter Strom auch wenn dieser nicht komplett benötigt wird. Die Kosten um ein Kohle- oder in die Jahre gekommenes Gaskraftwerk herunter- und wieder hochzufahren sind teilweise höher als kurzfristig negative Stompreise für den Verkauf des Stroms an der Börse zu erzielen. Die Inkaufnahme von negativen Strompreisen verringert insgesamt die Börsenpreise für Strom, wodurch wiederrum die EEG-Umlage steigt.

Dem Endverbraucher bleibt, um seine Kosten durch die Energiewende aufzuholen, nur das Investment in Erneuerbare Energien. Dadurch erreicht er nicht nur ein sauberes Gewissen, sondern auch einen finanziellen Ertrag mit einer guten Geldanlage. So lässt sich über die Grünes Geld Musterdepots die Energiewende ertragreich gestalten. Das Musterdepot Sonne verzeichnete  einen Zuwachs von  12,9% im Jahr 2017. So macht die Energiewende Spaß.

Über die Autorin

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

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