Glossar

 

Offene Fonds

 

Als offenen (Investment-)Fonds bezeichnet man ein Finanzkonstrukt, das Gelder einsammelt, und in der Regel gewinnbringend in Wertpapiere investiert. Siehe auch Aktienfonds.

Der offene Investmentfonds ist so zu sagen der „Standard“ Fonds. Besonderheiten des Fonds sind, dass das Fondsvermögen als  Sondervermögen gilt und im Falle einer Insolvenz der Investmentgesellschaft unangetastet bleibt. Weiterhin werden offene Fonds in der Regel täglich berechnet – dass heißt, der Anleger hat börsentäglich einen Überblick über den aktuellen Kurswert seiner Anteile am Fonds und die Anteile können täglich verkauft werden.

 

Das Geld im Fonds wird nach vorher festgelegten Anlageprinzipien z.B. in Aktien, Anleihen, am Geldmarkt und/oder in Immobilien angelegt. Bei offenen nachhaltigen Fonds ist dies ebenso der Fall, jedoch sind die Anlageprinzipien entsprechend der Nachhaltigkeit erweitert. Siehe hierzu auch Best-in-Class Prinzip. Wie ein solcher grüner Fonds genau anlegt ist im Verkaufsprospekt aufgeführt.

 

Auch offene nachhaltige Investmentfonds müssen im Regelfall bei der Anlage den Grundsatz der Risikomischung beachten, das heißt das Fondsvermögen muss beispielsweise in mehrere Aktien oder andere Wertpapiere investiert werden. Durch die Streuung des Geldes auf verschiedene Anlagen wird das so genannte Anlagerisiko reduziert.

 

Der Begriff „offen“ bedeutet im Falle eines Fonds, egal ob konventionell oder grünes Investment, dass das Fondsvermögen keinen Deckel hat und nach oben unbegrenzt ist. Siehe auch Geschlossener Fonds.

 

Beispiel: Anleger können mit einem Investment in einen offenen Ökofonds der Kategorie "Mischfonds" ein breites Spektrum an ökologisch wertvollen Bereichen abdecken. Ein solcher Fonds investiert grundsätzlich in mehrere Bereiche der Nachhaltigkeit. Beispielsweise Erneuerbare Energien, Mikrofinanzen, Wasserwirtschaft/-versorgung und weitere ökologische Werte.

 

Wohingegen konventionelle offene Investmentfonds in sämtliche Bereiche und Unternehmen investieren dürfen. Hier kommt es regelmäßig vor, dass Gelder in die Rüstungs-, Tabbak-, oder Alkoholindustrie fließen. Auch Bereiche wie Kinderarbeit und Prostitution können Inhalt eines konventionellen offenen Fonds sein.

 

Bei nachhaltigen Fonds können sich Anleger sicher sein, dass o.g. Bereiche ausgeschlossen werden. Als Bonus zur Rendite erhalten Anleger die Gewissheit mit Ihrem Geld etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

 Siehe auch doppelte Rendite.

 

 

Weitere Informationen zu nachhaltigen offenen Fonds und grünen Investments bzw. nachhaltigen Geldanlagen finden Anleger unter Grünes Geld "Unsere Werte" oder unter "Vermögensaufbau".

 

 
 
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