Glossar

 

Lebensversicherung / Rentenversicherung

 

Die Deutschen besitzen mehr als 90 Millionen Lebensversicherungen. Bei 80 Millionen Einwohnern hat also im Durchschnitt jeder Bundesbürger, ob Baby, Arbeitnehmer oder Rentner, mehr als eine Lebensversicherung. Doch was ist eine Lebensversicherung?

 

Zunächst sollten 2 Arten von Lebensversicherungen unterschieden werden:

 

1.) Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung zahlt die vereinbarte Versicherungssumme aus, sobald die versicherte Person verstirbt. Sie wird zum Beispiel abgeschlossen, wenn ein Ehepaar eine Immobilie über einen Kredit finanziert und einer der beiden der Hauptverdiener ist. Dann wird eine Risiko-Lebensversicherung mit dem Hauptverdiener als versicherte Person abgeschlossen. Verstirbt er aufgrund zum Beispiel einer Erkrankung, wird die Versicherungssumme ausgezahlt, um den Kredit damit abzudecken.

 

2.) Lebensversicherung als Kapitalanlage

Alleine oder in Kombination mit der Risiko-Lebensversicherung kann die Lebensversicherung auch als Kapitalanlage abgeschlossen werden. Dabei wird der Sparanteil, also der eingezahlte Beitrag abzüglich der Kosten und Risikoabsicherungsanteile, vom Versicherungsanbieter im sogenannten Deckungsstock angelegt.

 

Bei der Lebensversicherung als Kapitalanlage gibt es unterschiedliche Modelle: Bei der Kapitallebensversicherung garantiert der Versicherer für die Geldanlage einen bestimmten jährlichen Zinssatz und zahlt darüber hinaus erwirtschaftete Zinsen, ebenfalls aus (rund 2/3 aller Verträge in Deutschland werden als Kapitallebensversicherung abgeschlossen). Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung wählt der Anleger einen oder mehrere Investmentfonds aus und kann damit die  Anlagestrategie selbst bestimmen. Bei den üblichen, langen Laufzeiten von Lebensversicherungen erzielen fondsgebundene Lebensversicherungen üblicherweise deutlich höhere Renditen.

 

Nachteile der Lebensversicherung als Kapitalanlage

- meist hohe Kosten 

- geringe Flexibiltät

- vorzeitige Kündigungne möglich, aber mit finanziellen Nachteilen verbunden 

 

Vorteile der Lebensversicherung als Kapitalanlage

- unter bestimmten Vorrausetzungen gewährt der Staat starke Vergünstigungen (Steuerersparnisse)

- gut kalkulierbare, einfache, langfristige und sichere Geldanlage

- meist kann die Auszahlung auf einmal (Kapitalwahlrecht) oder als lebenslange Rente (Leibrente) gewählt werden. Das Langlebigkeitsrisiko wird damit abgedeckt

 

Unterscheidung Lebensversicherung / Rentenversicherung

 

Alle modernen Verträge von Lebensversicherungen sind so gestaltet, dass die Auszahlung sowohl ein Kapitalwahlrecht vorsieht, also die Auszahlung der Versicherungssumme auf einen Schlag, als auch die Rentenoption. Bei der Rentenoption erfolgt die Auszahlung des Kapitals als, meist monatliche, Rente. Üblicherweise ist das als sogenannte Leibrente ausgestaltet, das heißt, dass die Rentenzahlung bis an Lebensende gezahlt wird. Steuerlich ist die Auszahlung als Rente die beste Variante (Ertragsanteilsverfahren), aber auch die Auszahlung des Kapitals ist steuerlich günstig (Halbeinkünfteverfahren).

 

Angebot für eine Lebens- oder Rentenversicherung anforden.

 
 
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