Glossar

 

Konversionsfläche

 

Eine Konversionsfläche ist eine Fläche, die durch ihre wirtschaftliche oder militärische Nutzung schwerwiegend ökologisch beeinträchtigt ist.

 

Eine Konversionsfläche wird deshalb zum Beispiel zum Bau von Photovoltaik-Anlagen, deren Flächenverbrauch groß ist, bevorzugt heran gezogen.

 

Typischerweise sind Konversionsflächen ehemalige Militäranlagen mit möglicherweise kontaminiertem Boden. Die EEG Clearingstelle hat dazu folgende Punkte explizit genannt:

 

- Existenz von Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen 

 

- Existenz bzw. ein hinreichender Verdacht für die Existenz von Kampfmitteln 

 

- Versiegelungen der Bodenoberfläche, die mit einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der natürlichen Bodenfunktionen einhergehen

 

- Flächen mit einer infolge tagebaulicher Nutzung beeinträchtigten Standsicherheit (z.B. Abbaugebiete und Kippenflächen aus dem Braunkohleabbau, bei denen mit „Setzungen“ und Rutschungen zu rechnen ist 

 

- Aufrechterhaltung der speziellen gesetzlichen Aufsicht bzw. Überwachung der zuständigen Behörde nach Einstellung des Betriebes einer genehmigungsbedürftigen Anlage bzw. der Ausübung einer genehmigungsbedürftigen Tätigkeit, beispielsweise nach Immissionsschutz- oder Bergrecht. 

 

Auch folgende Faktoren sprechen nach Ansicht der Clearingstelle EEG für eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Schutzgüter der Umwelt aufgrund der Vornutzung auf der jeweiligen (Teil-) Fläche: 

 

- Veränderungen des Bodens durch einen im Vergleich zum standorttypischen pH-Wert stark veränderten pH-Wert des Bodens, 

 

- einen im Vergleich zum standorttypischen Humusgehalt stark abgesenkten Humusgehalt des Bodens, 

 

- eine im Vergleich zur standorttypischen Bodenfruchtbarkeit stark abgesenkte Bodenfruchtbarkeit, 

 

- Abfälle, Schadstoffe und sonstige im oder auf dem Boden befindliche Materialien, die aus der Vornutzung stammen (z.B. Trümmer), 

 

- künstliche Veränderungen der Erdoberfläche bzw. der Bodenstruktur, insbesondere weiträumige Bodenabträge oder Bodenerosion, jeweils sofern hierdurch eine schwerwiegende Beeinträchtigung der natürlichen Bodenfunktionen eingetreten ist 

 

- eine unmittelbar bevorstehende oder noch nicht abgeschlossene starke Anhebung des gegenwärtigen Grundwasserstandes mit möglichen Folgen für die Standsicherheit des Geländes. 

 
 
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