Glossar

 

Garantiezins

 

Der Garantiezins wird von Versicherungsgesellschaften verwendet. Er besagt, zu welchem Zinssatz der Sparanteil der in einen Versicherungsvertrag eingezahlten Beiträge verzinst wird.

 

Er wird zu Vertragsbeginn festgelegt und gilt dann für die komplette Vertragslaufzeit, oftmals viele Jahrzehnte.

 

Die Versicherer dürfen beim versprochenen Garantiezins allerdings maximal den von der Bundesregierung festgelegten Höchstrechnungszins nicht überschreiten. Da die meisten Gesellschaften direkt den Höchtsrechnungszins garantieren, folgt einer Veränderung des Höchstrechnungszinses eine breite Änderung der Garantiezinsen bei nahezu allen Anbietern.

 

Hier die historische Entwicklung:

01.01.1980: 3,00 Prozent
01.07.1986: 3,50 Prozent
01.07.1994: 4,00 Prozent
01.07.2000: 3,25 Prozent
01.01.2004: 2,75 Prozent
01.01.2007: 2,25 Prozent
01.01.2012: 1,75 Prozent
01.01.2015: 1,25 Prozent
01.01.2017: 0,90 Prozent

 

Er hat Auswirkung auf viele Sparten, wie zum Beispiel:

 

- klassische Lebensversicherung

- klassische Rentenversicherung

- fondsgebundene Rentenversicherung

- Riester-Renten

- Basisrenten (Rürup)

- betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherungen)

- Pflegeversicherungen

- Berufsunfähigkeitsversicherungen

- Erwerbsunfähigkeitsversicherungen


Zu Absenkung des Garantiezinses zum 1.1.2017 lesen Sie auch unseren zusammenfassenden Blogbeitrag.
 
 
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