Glossar

 

Freistellungsauftrag

 

In Deutschland gilt grundsätzlich die Regelung (Stand 2011), dass Zinsen und zinsähnliche Erträge (Kapitalerträge) einheitlich mit der so genannten Abgeltungssteuer beaufschlagt werden.

 

Unter dessen gibt es den so genannten Sparerpauschbetrag. Bis zu dessen Höhe kann sich der Anleger von der Abgeltungssteuer freistellen lassen. Dieser Betrag liegt für Eheleute bei 1.602 EUR und für Alleinstehende bei 801 EUR.

 

Mit einem Freistellungsauftrags für Kapitalerträge ist es einem steuerpflichtigen Anleger möglich seinem Kreditinstitut mitzuteilen, Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug der Abgeltungssteuer freizustellen. Bis zu den o.g. Grenzen werden dann keine Steuern erhoben.

 

Weiterhin hat der Anleger die Möglichkeit seinen Freibetrag auf verschiedene Kreditinstitute aufzuteilen. Beispiel:

 

Ein Anleger hat Ökofonds bei einer nachhaltigen Bank A und einen Solar Fonds sowie einen Wind Fonds bei einer Umwelt Bank B. Bei Bank B ist mit einem Kapitalertrag von 200 EUR und bei Bank B mit 300 EUR zu rechnen. Um nicht von der Abgeltungssteuer betroffen zu sein, muss der Anleger bei beiden Banken einen Freistellungsauftrag in der entsprechenden Höhe stellen. Um die Einhaltung der Grenzen 200 EUR und 300 EUR muss er sich ebenfalls kümmern.

 

Wird der Frestellungsauftrag nicht gestellt, zieht die Bank die Steuern ein. Gegebenenfalls könne diese dann wieder über die Steuererklärung zurück gefordert werden, soweit der oben genannte Sparerpauschbetrag nicht überschritten ist.

 

Auch bei nachhaltigen- und grünen Investments bleiben steuerliche Rahmenbedingungen nicht aus. Demnach ist auch bei einem grünen Investments auf den Freistellungsauftrag zu achten.

 

 

Weitere Informationen zu nachhaltigen Fonds und grünen Investments bzw. nachhaltigen Geldanlagen finden Sie unter Grünes Geld "Unsere Werte" oder unter "Vermögensaufbau".

 

 

 
 
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