Glossar

 

Ertragsanteilsbesteuerung

 

Bei der Ertragsanteilsbesteuerung handelt es sich praktisch um eine Steuervergünstigung für Rentenversicherungen.

 

Statt mit Abgeltungssteuer (25% plus Solidaritätszuschlag auf Kursgewinne, Zinsen, Dividenden, etc.) werden Auszahlungen aus privaten Rentenversicherungen auf Grundlage der Ertragsanteilsbesteuerung besteuert, wenn eine lebenslange Rente ausgezahlt wird (§ 22 Nr. 1 Satz 3 a bb EStG). Sie gilt nicht für Kapitalauszahlungen, für Riesterverträge, Basisrenten oder betriebliche Altersvorsorge.

 

Dabei gilt: für eine ausgezahlte Rente wird der "Ertragsanteil" - statt die Gewinne tatsächlich zu errechnen - pauschal nach folgender Tabelle festgelegt:

 

Lebensjahr:     Ertragsanteil:
62 Jahre 21 %
63 Jahre 20 %
64 Jahre 19 %
65 Jahre 18 %
66 Jahre 18 %
67 Jahre 17 %
68 Jahre 16 %
69 Jahre 15 %
70 Jahre 15 %

 

Dieser Ertragsanteil ist zu versteuern.

 

Beispiel:

Wenn Sie 65 Jahre zu Beginn der Rentenzahlungen sind und 1.000 Euro monatliche Rente erhalten, wird der Ertragsanteil nach Tabelle auf 18% von 1.000 €, also auf 180 €, festgelegt. Auf diese 180 € wird Ihr persönlicher Steuersatz angewendet. Wenn dieser z.B. bei 25% liegen würde, zahlen Sie 45 € Steuern.

 

Es auch die individuellen Freibeträge beachtet werden, erfolgt in vielen Fällen gar keine Besteuerung.

 

Bei Abgeltungssteuer dagegen würde gelten, dass der tatsächliche Gewinn, bei 1.000 € Rente zum Beispiel 600 € (bei langen Vertragslaufzeiten wegen Zinseszins oftmals mehr), mit 25% plus Solidaritätszuschlag versteuert wird. In diesem Beispiel würden Sie 150 € Steuern sparen.

 

Wer für sein Alter die günstige Ertragsanteilsbesteuerung nutzen möchte, kann sich bei unserer Grünen Privatrente näher informieren.

 

 

 

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