Glossar

 

Arbeitnehmer-Sparzulage ANSpZ

 

Die Arbeitnehmer-Sparzulage (ANSpZ) ist ein Zuschuss des Staates nach dem 5. VermBG (Vermögensbildungsgesetz) für Geldeinzahlungen, die ein Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer im Rahmen der sogenannten Vermögenswirksamen Leistungen (VL oder VWL) leistet.

 

Sie wird für alle gewährt, deren zu versteuerndes Einkommen 20.000 Euro (Alleinstehende) oder 40.000 Euro (zusammen veranlagte Ehegatten/Lebenspartner) nicht überschreitet (Stand 2019). Wird die ANSpZ für Bausparverträge genutzt, gelten niedrigere Grenzen.

 

Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen für das Kalender-Jahr, in dem die vermögenswirksamen Leistungen angelegt wurden.

 

Bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sind Kinderfreibeträge gemäß § 32 Abs. 6 EStG vom Einkommen abzuziehen. Das sind pro Kind 3.504 Euro bei Alleinstehenden und 7.008 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten.

 

Eine Familie mit 4 Kindern hat so selbst bei einem zu versteuernden Einkommen (vor Abzug der Kinderfreibeträge) von 68.032 Euro bzw. 63.832 Euro (wohnwirtschaftliche Zwecke) noch Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage.

 

Außerdem muss der Vertrag sechs bzw. sieben Jahre bespart werden. Die Auszahlung der ANSpZ erfolgt grundsätzlich zu Vertragsende.

Die ANSpZ beträgt 20 Prozent der in einem Kalenderjahr eingezahlten vermögenswirksamen Leistungen, allerdings begrenzt auf maximal 400 Euro VL-Ansparung jährlich, bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren 800 Euro jährlich. (Bausparen / Wohnungsbauprämie: 9 Prozent, max. 470 Euro). Die maximale Zulage des Staates beträgt damit also 20 Prozent von 400 Euro = 80 Euro (bei Verheirateten: 160 Euro).

 

Die ANSpZ ist weder einkommens- noch sozialversicherungspflichtig.

 

Die Arbeitnehmersparzulage beantragen Sie im Mantelbogen Ihrer Einkommensteuererklärung.

 

 

 

 

 
 
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