Glossar

 

Best-in-Class

 

Beim Best-in-Class Investment-Ansatz werden alle Unternehmen in Klassen eingeteilt, z.B. Automobile, Chemie, Dienstleistungen, Elektronische Datenverarbeitung, Textilindustrie etc. Im Bereich der nachhaltigen Investments wird dieser Ansatz von vielen Nachhaltigkeitsfonds verfolgt.

 

Für jede dieser Klassen werden Kriterien aufgestellt, investiert wird dann beispielsweise nur in die nachhaltigsten 10% Unternehmen der jeweiligen Klasse.

 

So werden Unternehmen innerhalb einer Klasse auf die Einhaltung von nachhaltigkeits- oder Umweltstandards überprüft. Das sind Bewertungsstandards wie allgemeine Wirtschaftspoltik und Wirtschaftsstruktur eines Landes (Stichwort Korruption), Wohfahrt und Sicherheit der Bevölkerung, Umweltschutz, Klimawandel, erneuerbare-/regenerative-/alternative Energien, Entwicklungsarbeit, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen sowie Arbeitnehmerrechte.

Unternehmen, die dort am Besten abschneiden, werden in das Investmentprodukt (z.B. Ökofonds) aufgenommen.

Vorteil: es werden in allen Branchen Anreize gesetzt, nachhaltiger zu werden und zu den Top-10 der Branche vorzustoßen.

 

Nachteil: Sofern nicht ausgeschlossen, werden beim reinen Best-in-Class Ansatz alle Branchen berücksichtigt, d.h. auch Rüstungs-Konzerne, Gentechnik-Unternehmen oder Atomkraft-Konzerne. So kann es vorkommen, dass auch Chemiekonzerne wie z.B. BASF oder Bayer in ein Produkt mit aufgenommen werden. Oftmals wird dieser Ansatz deshalb noch mit Negativ-Listen kombiniert ("Blacklists").

 

Siehe auch Engagement Ansatz und Blacklist.

 

Der Best-In-Class Ansatz ist im Bereich der grünen Geldanlage bzw. nachhaltigen Investments u.a. bei folgenden Produkten zu finden: Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

Weitere Informationen zu Investmentfonds und grünen Investments bzw. nachhaltigen Geldanlagen finden Sie unter Grünes Geld "Unsere Werte" oder unter "Vermögensaufbau".

 

 

 
 
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